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Leb Dich! - Entwicklung

Seit Oktober 2009 sind wir in einer wundervollen Praxis mit ganz besonderer Ausstrahlung. Ich freue mich, in dieser Umgebung meiner Vision folgen zu können und möchte mit meiner Arbeit Anteil daran haben, die Welt liebevoller zu gestalten.

Diesen Umzug habe ich dazu genutzt, die Homepage komplett zu überholen und die Texte zu überarbeiten. Dabei war mir wichtig, das auszudrücken, was ich unter dieser Arbeit verstehe.

Eine wichtige Entwicklung war dabei, der Entschluss, nicht mehr unter dem Begriff "Tantra" zu arbeiten - warum?

Dazu möchte ich etwas weiter ausholen. Im Laufe unserer privaten Entwicklung bin ich zusammen mit meinem Mann in einem Tantra-Seminar gelandet. Das erste Mal in meinem Leben fühlte ich mich wirklich angenommen. Es war ein Gefühl von Angekommen-Sein nach langer Suche nach dem wirklichen Sinn im Leben. Dieses Erlebnis war der Grundstein für Leb-Dich und unsere Arbeit.

Bis zur Entwicklung von Leb-Dich haben wir uns fortgebildet und unser Bild von Tantra im Kopf gehabt. Mehr und mehr stellten wir fest, dass der Begriff Tantra gerne in der Erotikszene verwendet wird, weil es sich einfach besser anhört, eine Tantramassage als eine Erotikmassage zu verkaufen.

Dies finden wir schade, da Tantra eine wunderbare Lebensphilosophie ist. Daher haben wir anfangs versucht bewusst den Begriff Tantra zu verwenden und einen Gegenpol zu der Erotikbranche zu setzen.

Viele Menschen durften wir inzwischen liebevoll und achtsam begleiten. Dennoch führt der Begriff Tantra doch immer wieder zu Mißverständnissen. Nach einigen Jahren haben wir uns deshalb auch wieder sehr bewusst dafür entschieden unserem Berührungsritual den Begriff zu geben, wie wir es fühlen:

Berührung von Körper, Herz und Seele.

 

Tantra - wie wir es sehen

Tantra ist vor gut 2000 Jahren in Indien entstanden, als Gegenpol zu den vorherrschenden religiösen Systemen. Tantra ist weder Wissenschaft noch Religion. Es ist eine Lebenseinstellung, eine Form, das Leben zu leben, der Weg zum eigenen Ich. Tantra lehnt alle moralischen oder dogmatischen Eingrenzungen ab und bezieht den ganzen Menschen mit ein. Um im Herzen völlig offen sein zu können, muss die reale Welt sinnlich erfahren und in ihrer Gesamtheit berührt werden. Sich voll auf das Leben einlassen, es erfahren wollen, ohne danach zu fragen, wie es nach den Vorstellungen anderer sein sollte. Es ist eine besondere Art, das Leben zu betrachten und zu (er)leben. In der Vielfalt des Tantras kannst Du Dich neu entdecken, Deine Stärken und Schwächen liebevoll annehmen lernen. Tantra erfüllt den innigen Wunsch, ganz angenommen und geliebt zu werden, so wie man ist. Tantra führt zu mehr Selbstliebe und macht uns somit erst offen für die bedingungslose Liebe anderen gegenüber.  

Im Tantra bist DU zentral wichtig

Ohne sich in den Mittelpunkt zu stellen oder egoistisch zu sein, beim Tantra bist Du am wichtigsten. Nur wenn es Dir gut geht, kannst Du Liebe an Dein Umfeld weiter fließen lassen. Das Leben so annehmen, wie es ist, ohne zu bewerten, nicht zu kämpfen. Im Fluss mit dem Leben sein. Tantra hilft Dir, Dich zu öffnen, so kommst Du zu Deiner Essenz. Es macht auch Angst, den Blick nach innen zu richten, das Innen genau anzuschauen und ggf. auch loszulassen. Alte Verletzungen werden angeschaut, durch unschöne Erfahrungen oder sogar durch Missbrauch entstandene Blockaden können gelöst werden. Durch Tantra ist sehr viel Heilung möglich. Viele wollen das nicht wissen, verdrängen oft weiter unbewusst oder auch ganz bewusst und suchen im Tantra nur einen anderen Teil, die Bejahung der Sexualität.

Tantra und Sexualität

Im Gegensatz zu den Religionen bejaht Tantra die sexuelle Energie, genau deshalb ist Tantra für viele so attraktiv. Es ist ein Weg, der nichts ausschließt und eben auch die Sexualität liebevoll mit einbezieht. Tantra ist aber viel mehr als das. Wer das sexuelle Abenteuer sucht, wird mit Tantra nicht die Erfüllung finden. Es ist zuwenig, Tantra auf Sexualität zu minimieren. Im Tantra wird unser Körper als Tempel der Seele verehrt. Da gibt es keine lieblosen Begriffe wie Geschlechtsorgane oder Schambereich. Es ist doch wunderschön, Yoni und Lingam zu lesen oder zu hören, die tantrische Bezeichnung für Scheide und Penis aus dem Sanskrit. Im Tantra wird die sexuelle Energie für den eigenen Entwicklungsprozess genutzt. Unsere Lust wird nicht unterdrückt, sie wird als Teil von uns liebevoll mit eingeschlossen ohne uns darauf zu fixieren. So ist es im Tantra auch wesentlich, eine Verbindung von Herz- und Sexualenergie zu erlangen. Dies ermöglicht, dass unsere Liebe und Lebensfreude  wieder in Fluss kommt, die Liebe zu uns selbst, zu  unseren Mitmenschen und unserer Umwelt. Tantra macht es somit möglich, uns für Bewusstsein und die wahre Liebe zu öffnen.

Wir freuen uns auf den Kontakt mit Dir!

 

©2007 - 2011 Leb Dich! Judith Sailer | Berührung von Körper, Herz und Seele, ganzheitliche Seminare | judithsailer@leb-dich.de